Abitur schwierigkeitsgrad bundesländer

Die Vergleichbarkeit der Abiturnote in Deutschland wird aufgrund der föderalen Struktur des Bildungssystems seit Langem kontrovers diskutiert 1 Jedes Bundesland ist autonom für die Gestaltung der Lehrpläne und die Festlegung der Prüfungsanforderungen zuständig, was zu regionalen Divergenzen führt 2 Diese Heterogenität der Rahmenbedingungen nährt die öffentliche Wahrnehmung, dass der Schwierigkeitsgrad des Abiturs zwischen den Ländern variiert 3 Besonders oft wird eine höhere Anforderung in südlichen Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg postuliert, während andere Länder als einfacher gelten 4 Die Kultusministerkonferenz (KMK) versucht durch die Einführung eines gemeinsamen Aufgabenpools eine stärkere Standardisierung der schriftlichen Prüfungen zu gewährleisten 5 Dennoch bleibt die tatsächliche Durchsetzung der Kerncurricula und die Bewertungspraxis in den einzelnen Schulen weiterhin Ländersache 6 Kritiker bemängeln, dass trotz der Angleichungsbemühungen die Abiturnoten unterschiedlicher Bundesländer noch immer keine vollständige Äquivalenz besitzen 7 Die Unterschiede manifestieren sich beispielsweise in der verpflichtenden Anzahl der Leistungskurse oder dem Umfang des zugelassenen Hilfsmaterials in den Klausuren 8 Da die Abiturnote den zentralen Zugangsschlüssel zu den Universitäten darstellt, haben diese Disparitäten weitreichende Konsequenzen für die Bewerber 9 Eine vollständige Harmonisierung des Abiturscheitert primär am politischen Willen der Bundesländer, ihre Bildungshoheit aufzugeben 10 Abitur-Vergleich: Wie schwer ist das Abitur in den verschiedenen Bundesländern? Die Top 5 schwersten Abis sortiert nach Bundesländern sind aktuell: Schleswig-Holstein (2,42 Durchschnitt) Rheinland-Pfalz (2,38 Durchschnitt) Niedersachsen (2,38 Durchschnitt) Nordrhein-Westfalen (2,36 Durchschnitt) Bremen (2,32 Durchschnitt) Damit trägt das Bundesland Schleswig-Holstein den Titel „Schwerstes Abitur in Deutschland“. 12