39 stunden woche öffentlicher dienst ost Die 39-Stunden-Woche prägt seit Langem die Arbeitszeitregelungen für zahlreiche Beschäftigte im öffentlichen Dienst Ostdeutschlands 1 Ihre Einführung nach der Wiedervereinigung war Teil eines umfassenden Angleichungsprozesses der Lebens- und Arbeitsbedingungen 2 Im Vergleich zu den teils kürzeren Wochenarbeitszeiten im Westen, beispielsweise 38,5 Stunden, stellt dies eine fortbestehende Disparität dar 3 Diese Regelung betrifft Angestellte und Beamte in verschiedenen Bereichen der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen 4 Sie führte oft zu Diskussionen über die Gleichwertigkeit der Arbeitsbedingungen und die gerechte Verteilung der Arbeitslast 5 Gewerkschaften fordern seit Jahren eine schrittweise Absenkung auf das Niveau der westdeutschen Tarifverträge 6 Eine solche Arbeitszeitverkürzung würde die Attraktivität des öffentlichen Dienstes im Osten erheblich steigern 7 Allerdings sind damit erhebliche finanzielle und organisatorische Herausforderungen für die öffentlichen Haushalte verbunden 8 Die Beibehaltung der 39-Stunden-Woche wird von vielen als Relikt der Nachwendezeit empfunden, das der Angleichung entgegensteht 9 Somit bleibt die Arbeitszeit im ostdeutschen öffentlichen Dienst ein zentraler Punkt aktueller tarifpolitischer Debatten 10 Neue Arbeitszeitmodelle: 39 Stunden Woche für öffentliche Dienste im Osten Bund Für die Beschäftigten des Bundes gilt seit Oktober einheitlich eine wöchentliche Arbeitszeit von 39 Stunden. Eine Ost-West-Differenzierung gibt es nicht mehr. VKA Bei der VKA wurde bei Einführung des TVöD an der aus dem BAT/BAT-O bekannten Differenzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. 11 Implementierung der 39-Stunden-Woche im öffentlichen Dienst Ost: Erfahrungsberichte Januar auf durchschnittlich 39,0 Stunden wöchentlich abgesenkt. Für die kommunalen Krankenhäuser gilt eine Sonderregelung. Hier wird die im Tarifgebiet West geltende Arbeitszeit von durchschnittlich 38,5 Stunden wöchentlich in drei Schritten erreicht; beginnend ab dem 1. 12